Internationales Projekt des Rotary Clubs Hassfurt: „Fahrräder für „Bulawayo“

Ausbildung von Peter Evans aus Simbabwe bei der AWO Saale-Orla

Verschiffung der Teile für 300 Qualitätsräder und einer großen Menge von Ersatzteilen in einen 40’’- Container

Das Hilfe zur Selbsthilfe-Projekt „Fahrräder für Bulawayo“ des Rotary Clubs Hassfurt, dem sich die Arbeiterwohlfahrt Saale-Orla mit der Werkstatt für behinderte Menschen in Pößneck-Ost angeschlossen hat, ging Anfang April in die praktische Phase. Teile für 300 hochwertige Fahrräder und Ersatzteile wurden in Poessneck in einen 40´´ -Container verladen, der von Hamburg aus verschifft wurde und inzwischen in Simbabwe eingetroffen ist.

Peter Evans, der die Produktion im Behindertenzentrum KGVI in Simbabwe mit zwei geistig behinderten und vier taubstummen jungen Männern aufnehmen sollte, wurde in der der AWO Saale-Orla unterstehenden Werkstatt für behinderte Menschen drei Wochen lang fachpraktisch geschult. Dr 61-jährige Ingenieur stammt aus Wales, lebt aber seit 34 Jahren in Simbabwe.

Zusätzlich wurden alle Montageschritte in Wort und Bild festgehalten, so dass die Ausbildung der behinderten Jugendlichen in Bulawayo ohne Probleme durchgeführt werden kann. Nach abgeschlossener Ausbildung können hochwertige Fahrräder mit Vollfederung und modernster Gangschaltung nach Deutschem Qualitätsstandard zu konkurrenzfähigen Preisen in Bulawayo hergestellt werden.

Der besondere Vorteil dieses Projekts besteht darin, dass Ersatzteile vorgehalten werden, eine Garantie vergeben und after-sales-service angeboten wird. Dies ist in Simbabwe eine Besonderheit, da die Qualität der zurzeit in Simbabwe erhältlichen Fahrräder als katastrophal bezeichnet werden muss, Ersatzteile nicht geliefert werden können und Garantie nicht gewährt wird. Aus den Verkaufserlösen dieser Fahrräder(Absatzkanäle wurden bereits gesichert) können weitere Containerladungen mit Einzelteilen angeschafft werden. Somit kann ein selbständiges und dauerhaftes Geschäft entstehen.

Die gewonnen Ausbildung erlaubt den behinderten Jugendlichen, die das KGVI nach gewisser Zeit verlassen müssen, in ihren Heimatorten eigene Fahrradshops zu eröffnen, wobei die Ersatzteilversorgung durch das KGVI sichergestellt wird. Die Zukunftsperspektive für sie lautet somit nicht Arbeitslosigkeit sondern Erwerbstätigkeit bzw. Selbstständigkeit.

Auf dem Bild von links: Unternehmer Julian Schrenk, Hassfurter Rotarier und Projektleiter, Top-Manager Horst Rahn, Hassfurter Rotarier und Beauftragter für den Internationalen Dienst, Peter Evans aus Bulawayo, der in der Werkstatt für behinderte Menschen in Poessneck-Ost eine dreiwöchige Ausbildung genoss, Jürgen Kraft, Geschäftsführer der Arbeiterwohlfahrt Saale-Ost und WfbM-Leiter Winfried Wöckel

Projekt Bulawayo

Bitte helfen Sie helfen:

Das Projekt

Wir möchten das in seinem Bestehen gefährdete Behindertenzentrum "King George" in Bulawayo/ Simbabwe in Zusammenarbeit mit dem Rotary Club Bulawayo erhalten und fördern.

 

Der Anlass

Pater Christoph Eisentraut, geboren in Hassfurt, seit Jahren Missionar in Simbabwe und selbst Rotarier beim Rotary Club Bulawayo, bittet um Hilfe. Er berichtete während seines letzten Heimaturlaubs bei einem Meeting des RC Hassfurt von den großen finanziellen Problemen des Behindertenzentrums "King George".

Die Idee

Unser Clubmitglied Freund Julian Schrenk baut Fahrräder in einer Behindertenwerkstatt in Poessneck. Er kam auf die Idee, dass auch die Behinderten im Zentrum "King George" Fahrräder bauen könnten. Neben der Selbstnutzung könnten diese die Fahrräder auch verkaufen, um finanzielle Mittel für die Erhaltung und den Fortbestand des Behindertenzentrums in Bulawayo zu beschaffen.

 

Die Umsetzung

Im Rahmen des Projektes sollen im ersten Schritt Komponenten für 300 Fahrräder sowie Montagewerkzeuge und –vorrichtungen nach Bulawayo geliefert werden.

Ein Vorausteam, bestehend aus 2 Clubmitgliedern, wird nach Bulawayo fliegen. Sie sollen vor Ort die Voraussetzungen für das Projekt prüfen. Des weiteren sollen alle Details mit dem dortigen Kooperationsclub und natürlich mit den Zuständigen des King-George-Zentrums geklärt werden.

 

Die Maßnahmen

Als Instruktor aus Deutschland wird der Leiter der Behindertenwerkstatt in Poessneck zwei bis drei Wochen in Bulawayo sein, um die entsprechenden Bedingungen für den Start der Fahrradproduktion zu schaffen. Er wird dort ein Lager einrichten und die Montagegerätschaften installieren. Er wird weiterhin geeignete Personen aussuchen, die für den Zusammenbau der Fahrräder in Frage kommen und diese fachgerecht ausbilden.

 

Das Ziel

Wenn das Projekt wie geplant erfolgreich verläuft, werden in weiteren Schritten Komponenten für bis zu 1000 Fahrrädern zur Verfügung gestellt und geliefert werden. Damit sollte es dem Behindertenzentrum "King George" in Bulawayo/ Simbabwe möglich sein, seinen Erhalt und sein Fortbestehen zu gewährleisten.

 

Der Leitgedanke

Da auf diesem Weg Hilfe zur Selbsthilfe geleistet wird, betrachtet der Rotary Club Hassfurt dieses Projekt als geradezu vorbildlich im Sinne der rotarischen Philosophie und bittet Sie um eine großzügige Unterstützung.

Vielen Dank für Ihre Hilfe!

 

Infozettel als Bild-Datei:

(Klicken für große Ansicht)